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Kuren

für Krankenversicherte

Vorsorgeleistungen

Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung haben Anspruch auf ärztliche Behandlung und Versorgung mit Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln, wenn diese notwendig sind, eine Schwächung der Gesundheit, die in absehbarer Zeit voraussichtlich zu einer Krankheit führen würde, zu beseitigen, einer Gefährdung der gesundheitlichen Entwicklung eines Kindes entgegenzuwirken, Krankheiten zu verhüten oder deren Verschlimmerung oder Pflegebedürftigkeit zu vermeiden. Reichen diese Leistungen nicht aus oder können sie wegen besonderer beruflicher oder familiärer Umstände nicht durchgeführt werden, kann die Krankenkasse die aus medizinischen Gründen erforderlichen ambulanten Vorsorgeleistungen in anerkannten Kurorten erbringen. Die Satzung kann zu den übrigen Kosten der Kur einen Zuschuss von bis zu 16 € täglich vorsehen (bei chronisch kranken Kleinkindern bis zu 25 €). Ambulante Vorsorgeleistungen können nicht vor Ablauf von 3 Jahren erneut erbracht werden, es sei denn, sie sind aus medizinischen Gründen dringend erforderlich.

Bei medizinischer Begründung können die Kosten der stationären Behandlung mit Unterkunft und Verpflegung in einer Vorsorgeeinrichtung, mit der ein Versorgungsvertrag abgeschlossen ist, übernommen werden. Stationäre Vorsorgekuren sind grundsätzlich für längstens 3 Wochen vorgesehen, für versicherte Kinder bis 14 Jahren sollen sie 4 - 6 Wochen dauern. Sie können vor Ablauf von 4 Jahren nur geleistet werden, wenn sie aus gesundheitlichen Gründen dringend erforderlich sind. Von Versicherten, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, ist eine Zuzahlung in Höhe von 10 € je Kalendertag zu leisten. Die Zuzahlung wird in die Belastungsgrenze einbezogen.

Rehabilitationsmaßnahmen

Reicht bei Versicherten eine ambulante Krankenbehandlung nicht aus, erbringt die Krankenkasse aus medizinischen Gründen erforderliche ambulante Rehabilitationsleistungen auch in mobiler Form durch wohnortnahe Einrichtungen. Leistungen sollen für längstens 20 Behandlungstage erbracht werden. Bei medizinischer Notwendigkeit erbringt die Krankenkasse stationäre Rehabilitation mit Unterkunft und Verpflegung in einer zertifizierten Rehabilitationseinrichtung, mit der ein Versorgungsvertrag abgeschlossen ist. Wählt der Versicherte eine andere zertifizierte Einrichtung, so hat er grundsätzlich die dadurch entstehenden Mehrkosten zu tragen. Rehabilitationskuren sollen - von medizinischen Ausnahmen abgesehen - für längstens 3 Wochen erbracht werden.

Ambulante und stationäre Rehabilitationsmaßnahmen können vor Ablauf von 4 Jahren nur geleistet werden, wenn sie aus gesundheitlichen Gründen dringend erforderlich sind. Leistungen anderer Träger der Sozialversicherung sind grundsätzlich vorrangig. Versicherte, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, haben eine Zuzahlung in Höhe von 10 € je Kalendertag zu leisten. Die Zuzahlung wird in die Belastungsgrenze einbezogen. Wird eine Kur in unmittelbarem Anschluss an eine Krankenhausbehandlung notwendig, ist die Zuzahlung für längstens 28 Tage im Kalenderjahr zu leisten. Die Zuzahlung im Krankenhaus ist anzurechnen.

Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen für Mütter und Väter

Mütter und Väter haben in der gesetzlichen Krankenversicherung Anspruch auf die aus medizinischen Gründen erforderlichen Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen in einer Einrichtung des Müttergenesungswerkes oder einer gleichartigen Einrichtungen (Müttergenesung). Die Leistungen können auch als Mutter-/Vater-Kind-Maßnahmen zur Verfügung gestellt werden. Mit der Einrichtung muss ein Versorgungsvertrag abgeschlossen sein.

Ein Anspruch kann auch im Rahmen der Sozialhilfe oder Kriegsopferfürsorge bestehen.

Bei einer medizinischen Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme für Mütter und Väter muss der Versicherte, sofern er älter als 18 Jahre ist, 10 € je Kalendertag zuzahlen. Die Zuzahlung wird in die Belastungsgrenze einbezogen.

Wirtschaftliche Sicherung bei Kuren siehe Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall und bei Kuren und Krankengeld, bei Versicherten der landwirtschaftlichen Krankenversicherung Betriebs- und/oder Haushaltshilfe für Landwirte

§§ 23, 24, 40, 41 Sozialgesetzbuch V

Zuständig: Gesetzliche Krankenkassen

www.patientenportal.bayern.de

www.svlfg.de

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für Unfallverletzte

Durch einen Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit Geschädigte erhalten von der gesetzlichen Unfallversicherung im Rahmen der Heilbehandlung, soweit erforderlich, stationäre Behandlung in einem Krankenhaus, in einer Rehabilitationseinrichtung oder in einer Spezialeinrichtung. Sie umfasst im Rahmen des Versorgungsauftrags des Krankenhauses oder der Rehabilitationseinrichtung alle geeigneten Mittel, die im Einzelfall für die medizinische Versorgung des Versicherten notwendig sind, insbesondere ärztliche Behandlung, Krankenpflege, Versorgung mit Arznei-, Verband-, Heil- und Hilfsmitteln sowie Unterkunft und Verpflegung. Alle Leistungen sind zuzahlungsfrei.

Zur wirtschaftlichen Sicherung siehe Verletztengeld

§ 33 Sozialgesetzbuch VII

Zuständig: Gesetzliche Unfallversicherungsträger

http://www.dguv.de/inhalt/index.jsp

http://www.svlfg.de/

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für Rentenversicherte

Versicherte der gesetzlichen Rentenversicherung und der Alterssicherung der Landwirte haben im Rahmen der Rehabilitation unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf medizinische Leistungen in Kur- und Spezialeinrichtungen. Die Versicherten - ausgenommen Kinder bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres und Bezieher eines begrenzten Übergangsgeldes - haben grundsätzlich für höchstens insgesamt 42 Tage im Jahr 10 € je Kalendertag zuzuzahlen; eine Zuzahlung für einen Krankenhausaufenthalt wird dabei angerechnet. Die Zuzahlung ist von der jeweiligen Einkommenssituation des Rehabilitanden abhängig. Im Rahmen einer Härtefallregelung ist auf Antrag eine vollständige oder teilweise Befreiung von der Zuzahlung möglich.

Zur wirtschaftlichen Sicherung siehe Übergangsgeld

§§ 9-13, 15, 20, 21, 28, 31, 32 Sozialgesetzbuch VI, §§ 7‑10 Gesetz über die Alterssicherung der Landwirte, Sozialgesetzbuch IX

Zuständig: Gesetzliche Rentenversicherungsträger; Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau

www.deutsche-rentenversicherung.de

http://www.svlfg.de/

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für Kriegsopfer

Beschädigten (Kriegsopfer, Hilfen für) kann für anerkannte Gesundheitsstörungen stationäre Behandlung in einer Kureinrichtung (Badekur) gewährt werden. Eine Badekur soll nicht vor Ablauf von 3 Jahren nach Durchführung einer solchen Maßnahme durchgeführt werden. Eine vorzeitige Kurwiederholung ist jedoch möglich, wenn dringende gesundheitliche Gründe vorliegen. Dies gilt auch für Ehegatten, Lebenspartner, Eltern und sonstige unentgeltlich tätige Pflegepersonen von Pflegezulageempfängern, die den Beschädigten mindestens seit 2 Jahren dauernd pflegen. Dieser Anspruch besteht auch innerhalb von 10 Jahren nach dem Tod des Pflegezulageempfängers, wenn die Pflegetätigkeit länger als 10 Jahre gedauert hat. Schwerbeschädigten (Grad der Schädigungsfolgen mindestens 50) kann eine Badekur auch zur Behandlung versorgungsfremder Leiden bewilligt werden, wenn sie weder gegenüber einem anderen Leistungsträger einen entsprechenden Anspruch haben noch ihr Einkommen die Jahresarbeitsentgeltgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung übersteigt. Die Kuren müssen entweder zur Sicherstellung eines Heilerfolgs oder zur Erhaltung der Arbeits- bzw. Pflegefähigkeit notwendig sein.

Eine Zuzahlung ist für Badekuren nicht zu entrichten.

Wirtschaftliche Sicherung während der Dauer der Kur Versorgungskrankengeld

Familienmitgliedern Beschädigter und Hinterbliebenen können Badekuren im Rahmen der Kriegsopferfürsorge bewilligt werden.

Darüber hinaus werden die Kosten für Kuren in der Kriegsopferfürsorge übernommen, wenn kein anderer Sozialleistungsträger vorrangig verpflichtet ist und wenn sie nicht aus eigenen Mitteln getragen werden können (Krankenhilfe, Gesundheitsvorsorge).

§§ 10-12, 26b, 27d Bundesversorgungsgesetz

Zuständig: Zentrum Bayern Familie und Soziales - Versorgungsamt; Zentrum Bayern Familie und Soziales - Hauptfürsorgestelle; Kriegsopferfürsorgestellen bei den Landratsämtern und kreisfreien Städten

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für Sozialhilfeempfänger

Die Kosten für Kuren in der Sozialhilfe werden übernommen, wenn kein anderer Sozialleistungsträger vorrangig verpflichtet ist und wenn sie nicht aus eigenen Mitteln getragen werden können (Gesundheitsvorsorge, Krankenhilfe, Behindertenerholung).

Zuständig: Sozialhilfeverwaltungen bei den Landratsämtern und kreisfreien Städten

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