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Elektronische Gesundheitskarte

Die Krankenkasse stellt für jeden Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung eine elektronische Gesundheitskarte aus. Die Karte ist von dem Versicherten zu unterschreiben. Die elektronische Gesundheitskarte hat die frühere Krankenversichertenkarte ersetzt.

Sie darf nur für den Nachweis der Berechtigung zur Inanspruchnahme von Leistungen im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung sowie für die Abrechnung mit den Leistungserbringern verwendet werden. Die Karte gilt nur für die Dauer der Mitgliedschaft bei der ausstellenden Krankenkasse und ist nicht übertragbar. Bei Inanspruchnahme ärztlicher Behandlung bestätigt der Versicherte auf dem Abrechnungsschein des Arztes das Bestehen der Mitgliedschaft durch seine Unterschrift. Bei Beendigung des Versicherungsschutzes oder bei einem Krankenkassenwechsel ist die elektronische Gesundheitskarte von der bisherigen Krankenkasse einzuziehen.

Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung, die ärztliche Behandlung oder zahnärztliche Behandlung in Anspruch nehmen, haben dem Arzt (Zahnarzt) vor Beginn der Behandlung sowie für die Inanspruchnahme von Leistungen zur Früherkennung von Krankheiten (Früherkennung von Krankheiten, Leistungen zur) ihre elektronische Gesundheitskarte vorzulegen. In dringenden Fällen kann sie nachgereicht werden.

Die elektronische Gesundheitskarte wird seit Ende 2011 an die Versicherten ausgegeben und hat seitdem schrittweise die frühere Krankenversichertenkarte ersetzt. Derzeit unterscheidet sich die elektronische Gesundheitskarte von der  Krankenversichertenkarte nur durch ein Lichtbild der Versicherten. Künftig sollen zusätzliche Funktionen hinzukommen, die schrittweise in den nächsten Jahren eingeführt werden. Für die Versicherten von besonderer Bedeutung werden die Speicherung eines Notfalldatensatzes, die elektronische Fallakte und eine Arzneimitteldokumentation sein. Daneben wird für die Leistungserbringer (Ärzte, Krankenhäuser) u. a. die Möglichkeit des sicheren Austausches medizinischer Daten (insbesondere Arztbrief) geschaffen. Alle zusätzlichen Anwendungen sind für die Versicherten freiwillig, so dass die elektronische Gesundheitskarte auch weiterhin nur als Versicherungsnachweis genutzt werden kann.

Kriegsopfer, denen Heilbehandlung nur nach dem Bundesversorgungsgesetz gewährt wird, erhalten anstelle der Krankenversichertenkarte von ihrer Krankenkasse eine Betreuungskarte. Beschädigte mit einem Heilbehandlungsanspruch allein für die Schädigungsfolgen nach § 10 Absatz 1 Bundesversorgungsgesetz erhalten keine Betreuungskarte, sondern einen roten Bundesbehandlungsschein.

§§ 15, 291, 291a Sozialgesetzbuch V; § 18b Bundesversorgungsgesetz

Zuständig: Gesetzliche Krankenkassen, Zentrum Bayern Familie und Soziales - Versorgungsamt

www.patientenportal.bayern.de

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