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Berufsförderung für Menschen mit Behinderung

Menschen mit Behinderung können Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben erhalten, die wegen Art oder Schwere der Behinderung erforderlich sind, um die Erwerbsfähigkeit entsprechend der Leistungsfähigkeit zu erhalten, zu bessern, herzustellen oder wieder herzustellen und ihre berufliche Eingliederung zu sichern.

Menschen mit Behinderung erhalten besondere Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, soweit die berufliche Eingliederung nicht bereits durch die allgemeinen Leistungen für nicht behinderte Menschen erreicht werden kann.

Ausbildung

Während der Ausbildung erhält der Mensch mit Behinderung Leistungen zum Lebensunterhalt. Vom Grundsatz her wird die Leistung in Form von Übergangsgeld gewährt. Da der Anspruch auf Übergangsgeld nach dem Sozialgesetzbuch III jedoch nur besteht, wenn der Mensch mit Behinderung innerhalb der letzten 3 Jahre vor Beginn der Maßnahme mindestens 12 Monate in einem Versicherungspflichtverhältnis gestanden hat oder die Voraussetzungen für einen Anspruch auf Arbeitslosengeld erfüllt und diese Voraussetzung bei einer Ausbildungsmaßnahme nicht erfüllt sein wird, besteht in der Regel Anspruch auf Ausbildungsgeld. Das Ausbildungsgeld beträgt zurzeit z. B. bei Unterbringung im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils 316 € monatlich, wenn der Mensch mit Behinderung unverheiratet ist und das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Ein geringeres Ausbildungsgeld (zwischen 104 € und 265 € monatlich) wird bei Unterbringung von Menschen mit Behinderung außerhalb des elterlichen Haushalts erbracht, wenn für Unterkunft und Verpflegung Leistungen gewährt oder diese im Rahmen der Maßnahmekosten übernommen werden, z. B. in einem Berufsbildungswerk. Dies sind überbetriebliche Einrichtungen mit Ausbildungs- und Internatsplätzen für Jugendliche, deren Behinderung so ausgeprägt ist, dass sie nach Verlassen der (Förder-)Schule eine Berufsausbildung ohne begleitende Hilfen (z. B. ärztliche, psychologische und soziale Betreuung) nicht durchlaufen können.

Außerdem werden die notwendigen Kosten, z. B. für Lernmittel, Arbeitskleidung, Unterrichts- und Lehrgangsgebühren, Fahrkosten (einschließlich für Begleitpersonen), Unterkunft und Verpflegung und die Sozialversicherung übernommen.

§§ 44-54 Sozialgesetzbuch IX; §§ 22 Absatz 2, 97-115, 160-162 Sozialgesetzbuch III

Zuständig: Agenturen für Arbeit; für Leistungen jedoch nur, sofern kein anderer Rehabilitationsträger (z. B. gesetzliche Krankenkassen; Renten- und Unfallversicherungsträger; Zentrum Bayern Familie und Soziales) zuständig ist.

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Fortbildung

Schwerbehinderte Menschen und gleichgestellte Menschen mit Behinderung (Menschen mit Behinderung, Hilfen für) sind zur Förderung ihres beruflichen Fortkommens durch den Arbeitgeber bei innerbetrieblichen Maßnahmen der beruflichen Bildung bevorzugt zu berücksichtigen. Die Teilnahme an außerbetrieblichen Maßnahmen ist in zumutbarem Umfang zu erleichtern. Sie kann vom Integrationsamt gefördert werden, wenn Leistungen der Agentur für Arbeit oder eines sonstigen Trägers von Rehabilitationsmaßnahmen nicht in Betracht kommen.

§ 22 Absatz 2 Sozialgesetzbuch III

Zuständig: Agenturen für Arbeit, für Leistungen jedoch nur, sofern kein anderer Rehabilitationsträger (z.B. gesetzliche Krankenkassen, Renten- und Unfallversicherungsträger, Zentrum Bayern Familie und Soziales) zuständig ist.

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Umschulung

Während der Dauer der beruflichen Umschulung besteht Anspruch auf Übergangsgeld sowie auf Übernahme bzw. Erstattung sonstiger mit der Maßnahme zusammenhängender Kosten (siehe oben bei Ausbildung), wenn hierfür die besonderen Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben erbracht werden. Für Erwachsene, die ihre bisherige berufliche Tätigkeit wegen der Behinderung nicht mehr ausüben können und wegen Art oder Schwere der Behinderung internatsmäßig untergebracht werden müssen, stehen für die Durchführung der Umschulung/Fortbildung Berufsförderungswerke zur Verfügung. Dort erfolgt neben der eigentlichen Ausbildung auch eine begleitende ärztliche, psychologische und soziale Betreuung und Förderung.

§ 22 Absatz 2 Sozialgesetzbuch III

Zuständig: Agenturen für Arbeit, für Leistungen jedoch nur, sofern kein anderer Rehabilitationsträger (z.B. gesetzliche Krankenkassen, Renten- und Unfallversicherungsträger, Zentrum Bayern Familie und Soziales) zuständig ist.

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