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Strahlung

Optische Strahlung und elektromagnetische Felder zählen zu den physikalischen Einwirkungen. Wie bei anderen Einwirkungen auch, kann eine intensive und langzeitige Exposition zu Auswirkungen auf die Gesundheit führen. Entsprechend der Vorgaben des Arbeitsschutzgesetzes sind Beschäftigte ausreichend vor den Gefahren durch optische Strahlung und elektromagnetische Felder zu schützen.

Optische Strahlung

Optische Strahlung ist jede elektromagnetische Strahlung im Wellenlängenbereich von 100 nm bis 1 mm, also der Ultravioletten Strahlung (UV-Strahlung), dem sichtbaren Licht und der Infrarot-Strahlung (IR-Strahlung). Die optische Strahlung ist zu unterscheiden in die natürliche optische Strahlung, wie z. B. dem Sonnenlicht, und die künstliche optische Strahlung, wie z. B. Laserstrahlung oder das UV-Licht von Trocknungsanlagen.
Optische Strahlen können bei entsprechender Intensität und Einwirkungszeit Gesundheitsschäden hervorrufen. Beispielsweise ist mittlerweile nachgewiesen, dass die UV-Strahlung des Sonnenlichts ein hohes Gefährdungspotential aufweist und daher davon auszugehen ist, dass eine häufige Sonnenbestrahlung das Risiko einer Hautkrebserkrankung erhöht. Laserstrahlung kann sogar direkt zu Augen- und Hautschäden führen.

Aus diesem Grund sind Schutzmaßnahmen geboten. Die Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung (OStrV) konkretisiert deshalb seit 2010 die allgemeinen Schutzzielvorgaben des Arbeitsschutzgesetzes. Die Verordnung verpflichtet den Arbeitgeber, die Strahlen-Exposition seiner Beschäftigten zu messen und regelt unter Verweis auf die EG-Richtlinie 2006/25/EG Expositionsgrenzwerte für künstliche optische Strahlung.

Elektromagnetische Felder

Bei der Verwendung elektrischer, mit Gleich- oder Wechselstrom betriebener Geräte bilden sich elektrische, magnetische oder elektromagnetische Felder (EMF) aus, die auf den Menschen einwirken und bei Überschreitung von Grenzwerten gesundheitlich relevante Wirkungen zur Folge haben können. EMF sind häufig unerwünschtes Nebenprodukt aus dem Betrieb elektrischer Geräte, können aber auch erforderlich sein, wie z. B. beim Digitalfunk oder medizinischen Untersuchungen.

Der Schutz von Arbeitnehmern vor einer EMF-Exposition am Arbeitsplatz wurde bisher nicht per Gesetz oder Verordnung geregelt. Lediglich das Jugendarbeitsschutzgesetz und das Mutterschutzgesetz fordern ein Beschäftigungsverbot bei Arbeiten unter den schädlichen Einwirkungen von Strahlen. Seit dem 01.06.2001 werden die Anforderungen an den Arbeitsschutz bei einer EMF-Exposition am Arbeitsplatz durch die Unfallverhütungsvorschrift "Elektromagnetische Felder" (DGUV Vorschrift 15) festgelegt.

Die "Verordnung über elektromagnetische Felder" (26. BImSchV) findet im Arbeitsschutz keine Anwendung, da diese den Schutz der Allgemeinheit und der Nachbarschaft vor schädlichen Umwelteinwirkungen und der Vorsorge gegen schädliche Umwelteinwirkungen durch elektromagnetische Felder zum Ziel hat.

In absehbarer Zeit werden die Anforderungen der EU-Richtlinie 2013/35/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 über Mindestvorschriften zum Schutz von Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer vor der Gefährdung durch physikalische Einwirkungen (elektromagnetische Felder) im Rahmen einer Verordnung zum Arbeitsschutzgesetz in nationales Recht umgesetzt werden.

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