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Mütter für Gefahren extremistischer Ideologien sensibilisieren

Sozialministerin Müller: „Wir haben ein weltweites Mütterprojekt nach Bayern geholt und stellen hierfür 260.000 Euro bereit“

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Der Freistaat Bayern hat als erstes Bundesland das weltweit erfolgreiche Projekt ‚MotherSchools‘ nach Bayern geholt. Dort werden Mütter für die Gefahren radikaler Ideologien sensibilisiert. Bayerns Sozialministerin Emilia Müller erklärte dazu heute in Würzburg: „Wir dürfen nicht zulassen, dass sich resignierte Jugendliche radikalisieren. Deshalb bilden wir besorgte Mütter darin aus, ihre gefährdeten Kinder vor den Anwerbeversuchen von Extremisten zu schützen. In einer Pilotphase starteten im September diesen Jahres zunächst vier ‚MotherSchools‘ in Schweinfurt, Erlenbach am Main, Würzburg und Aschaffenburg. Nun werden wir für die ‚MotherSchools‘ nachhaltige und flächendeckende Strukturen in ganz Bayern schaffen. Damit leisten wir auf dem Feld der Radikalisierungsprävention Pionierarbeit.“

In einer heutigen Feierstunde, der sog. Graduation Ceremony, wurden die Teilnehmerinnen von der Ministerin geehrt und gewürdigt. „Ich freue mich, die Offenheit und das Engagement der Mütter nun bei der Graduation Ceremony honorieren zu dürfen. Wir haben besonders Frauen aus patriarchalen Milieus in ihrem Selbstbewusstsein und ihrer Erziehungskompetenz gestärkt. Sie sind sozial eingebunden und haben gelernt, mit ihren heranwachsenden Jugendlichen auf Augenhöhe umzugehen“, erläuterte Müller.

Das Projekt basiert auf dem weltweit erfolgreichen Konzept der ‚MotherSchools‘ von ‚Frauen ohne Grenzen‘, einer unabhängigen Nichtregierungsorganisation (NGO) aus Wien. Projektträger sind die Vereine Interkult e.V. Schweinfurt, Frauen für Frauen e.V. Erlenbach, die Stadt Würzburg und der Kinderschutzbund Kreisverband Aschaffenburg e.V. Diese unterstützen wir mit 260.000 Euro. „Mit den vier unterfränkischen Projektpartnern haben wir etablierte Organisationen gefunden. Sie verfügen über ein breites Netzwerk und über einen hervorragenden Zugang zur Zielgruppe“, so die Ministerin abschließend.